Da platzt jedem angehenden Akademiker der Kragen

Wir wußten es eigentlich schon alle, doch hier bringt es ein außerplanmäßiger Professor der Philosophie einmal auf den Punkt: Uni-Sklaven, vereinigt euch!

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2 Antworten to “Da platzt jedem angehenden Akademiker der Kragen”

  1. Die Sklaverei und ihre Basis beginnen dort, wo einige Fachschaften nicht mehr die Studierenden vertreten, sondern regelmäßig Aufgaben des jeweiligen Institutes übernehmen(natürlich kostenlos). Da werden schon die ersten Stellen eingespart, das pflanzt sich dann nach oben fort, über Doktoren mit Summa cum Laude, die ihren Lebensunterhalt nicht von ihrer Unitätigkeit bestreiten können, bis hin zu den thematisierten Privatdozenten. So lange Professionalität so billig zu bekommen ist, wird diese Ausbeutung auch so weitergehen. Auf jeder Ebene ist dieses Spiel nicht ohne die Mitwirkung der Ausgebeuteten möglich.

  2. Claudia Says:

    Nirgendwo ist Ausbeutung möglichm, wenn niemand da ist, der bereit wäre sich ausbeuten zu lassen. Mag sein, dass an der Uni die Alternative, die sich bietet, wenn man sich nicht ausbeuten lässt angenehmer ist, als in manchen anderen Situationen. Aber selbst, wenn es den Leuten ums nackte Überleben ginge, würde sich immer ein anderer Weg finden. Und wenn es der Tod ist. Warum sonst haben die amerikanischen Baumwollpflanzer die teuren importierten afrikanischen Sklaven den einheimischen „Untermenschen“ vorgezogen. Indianer waren nicht bereit für die Weißen zu arbeiten, sie weigerten sich, sich ausbeuten zu lassen. Das hat zwar zum Untergang einiger Völker geführt, aber wenn die Arfikaner es ähnlich gehandhabt hätten, wäre es vielleicht doch zum Untergang der weißen ebvölkerung geführt. Vielleicht auch nicht. Auf jeden Fall gibt es keine Ausbeutung ohne die Bereitschaft ausgebeutet zu werden. In dem Fall gäbe es höchstens Mord und Genozid. Oder im harmlosen akademischen Fall Arbeitslosigkeit.
    Diese Bereitschaft ist aber in keinem Fall eine Rechtfertigung für die Ausbeutung, denn die Reduzierung der Freiheit auf ein Sartresches Modell, bei dem die Alternativen noch unbeliebter sind, kann kaum gewollt sein.

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